Claytec LEHMKLEBE- UND ARMIERUNGSMÖRTEL

Klebe- und Haftmörtel als trockene, feinkörnige Fertigmischung zum Ankleben von leichten Bauplatten auf diversen Untergründen, als Armierungsmörtel auf HFD- und Mineralschaumplatten

Anwendungsgebiet
Kleber für Dämmplatten nach CLAYTEC Arbeitsblatt 3.3 und Lehm-Trockenputzplatten D16 nach Arbeitsblatt 5.3, Kammspachtelung für Dicklagenputze. Lehm-Armierungsmörtel für Dämmplatten nach CLAYTEC Arbeitsblatt 3.3, Technikblatt Trockenbau, Holzbau und Innendämmung. Klebe- und Haftmörtel als trockene, feinkörnige Fertigmischung zum Ankleben von leichten Bauplatten auf diversen Untergründen, als Armierungsmörtel auf HFD- und Mineralschaumplaten.

Zusammensetzung
Sand bis 1,0 mm, Ton und Lehm, Talkum, Perlite, Pflanzenfasern und Zellulose.

Baustoffwerte
Druckfestigkeit 3,9 N/mm². Haftfestigkeit 0,85 N/mm².

Lieferform (Ergiebigkeit)
25 kg Säcke (ergibt 17 l Mörtel für 4-6 m²), 48 Sack/Pal.

Lagerung
Trocken lagern. Die Lagerung ist mindestens drei Jahre möglich.

Untergrund

Der Untergrund muss tragfähig, frostfrei, trocken, sauber, frei von Salzbelastung, ausreichend rau und saugfähig sein. Betonflächen bei Bedarf mit "DIE ROTE" Grundierung (CLAYTEC 13.435-.430) vorbereiten. Ausgleichschichten aus Lehmputzmörtel müssen durchgetrocknet sein. Die Fläche muss soweit planeben sein, wie es für die unten beschriebene Klebung notwendig ist. Kleine Unebenheiten (kleinere Einzelstellen bis 5 cm Durchmesser und 3 mm Tiefe) können mit dem Kleber vorgespachtelt werden. Größere Fehlstellen sind mit einem geeigneten Mörtel zu schließen.

Aufbereitung

Die 25 kg Trockenmasse wird nach und nach per Bohrmaschine (≥ 800 Watt) oder Rührwerk und Rührquirl (Ø 125 mm) in 8-9 l sauberes Wasser eingerührt. Für Haftmörtel ist die Wasserzugabe etwas geringer. Verarbeitungskonsistenz pastös dem gewünschten Auftrag mit Zahntraufel oder -spachtel entsprechend. Nach 30 Minuten Ruhezeit erneut gut durcharbeiten. Der Mörtel ist nun verarbeitungsfertig.

Verarbeitung
Für Klebungen auf ebene Mauerwerks- und Putzflächen sowie Holzwerkstoffplatten wird der Kleber mit Zahntraufel oder -spachtel (Zahnung 8-10 mm) auf die Rückseite der anzuklebenden Platten aufgetragen. Dabei sollte eine dünne Kleberschicht auf der gesamten Fläche, also auch im Bereich der Furchen, durchgängig sein. Platte wird umgehend angesetzt und fest auf den Untergrund gepresst, der Kontakt muss auf der gesamten Fläche gewährleistet sein.
Unebene Mauerwerks- und Putzflächen werden leicht vorgenässt und grob vorgespachtelt. Die rückseitig bestrichenen Platten (s.o.) werden nass in nass eingedrückt. Holzfaser-Dämmplatten werden stets, Lehm-Trockenputzplatten ggf., zusätzlich mechanisch befestigt. Gleiches gilt bei allen Klebungen auf Decken- und Dachschrägenflächen (siehe entsprechende Produktoder Arbeitsblätter).
Als Haftspachtelung für Dicklagenputze auf Dämmplatten (z.B. bei Wandflächenheizung) und ähnlichen Anwendungen erfolgt der Auftrag des etwas steiferen Mörtels analog mit Zahntraufel oder -spachtel. Für Armierungslagen wird der 3 mm dick aufgezogen. Er kann auch mit der Putzmaschine angespritzt werden, Ruhezeiten sind bei dieser Anwendung nicht notwendig. In die noch nasse Oberfläche der Lage wird CLAYTEC Glasseidengewebe flächig eingearbeitet.

Erhärtung

Die Erhärtungszeit beträgt je nach Trocknungsmöglichkeit und Saugfähigkeit des Untergrundes 24-72 Stunden. Bei zusätzlicher mechanischer Plattenbefestigung und nachfolgender Dünnlagenbeschichtung kann umgehend weitergearbeitet werden.

Arbeitsproben
Die Haftfestigkeit am Untergrund ist in jedem Fall mit der jeweils zu befestigenden Platte anhand einer ausreichend großen Arbeitsprobe zu überprüfen. Reklamationsansprüche, die nicht aus werkseitigen Mischfehlern resultieren, sind ausgeschlossen.