Yosima LEHM-FARBSPACHTEL

Glättspachtel für Oberflächen aus CLAYTEC Lehm-Oberputz fein und anderen ausreichend glatten Untergründen wie Putzflächen, Gipskarton- und Gipsfaserplatten etc. nach Arbeitsprobe.

Zusammensetzung
Lehm- und Tonmehl, Talkum, Cellulose-Feinfasern, Methylcellulose ≤ 2%. Farbgebung durch die Tonerden, keine weiteren Pigmente (Farbton SC mit < 2% Magnetit).

Farbtöne
YOSIMA Lehm-Farbspachtel ist in allen 140 Farbtönen der YOSIMA Linie verfügbar.

Lieferformen, Ergiebigkeit
5 kg-Eimer 33/EUR-Pal (6 l Spachtel, ca. 6,5 m² Fläche bei zweifachem Auftrag),
1,0 kg-Beutel (1,2 l Spachtel, ca. 1,3 m² Fläche bei zweifachem Auftrag)

Lagerung
Die Lagerung in geschlossenen Gebinden ist trocken und kühl mindestens drei Jahre möglich.

Untergrund
Der Untergrund muss tragfähig, nicht-federnd, frostfrei, sauber, trocken, gleichmäßig saugend und eben sein. Oberfläche geglättet mit weitgehend geschlossenen Poren (Qualitätsstufe Q3 geglättet). Ausgeprägt alkalische Flächen sind zu fluatieren, dies gilt besonders beim Einsatz dunkler kräftiger Farben. Ein Dickenausgleich oder die Füllung von Fehlstellen ist mit dem Lehmspachtel nicht möglich. Alle Flächen werden mit CLAYTEC Grundierung DIE WEISSE vorbehandelt.

Aufbereitung
Die 5 kg Masse wird zunächst trocken 2 Minuten lang mit ausreichend hoher Drehzahl per Bohrmaschine (≥ 800 Watt) oder Rührwerk und Rührquirl aufgerührt. Als Rührquirl ist z.B. Claytec 182/580 mit Ø 125 mm oder Collomix KRK 80 mit Kunststoffkorb geeignet. (Der Korb schützt vor Abrieb der Eimerwandung, andere Fabrik-neue Quirle können zu diesem Zweck per Feile oder Schleifscheibe entgratet werden.) Die aufgerührte Trockenmasse wird nach und nach in ca. 3,7-4,1 l sauberes Wasser eingerührt. Je nach Farbton kann die mittlere Wasserzugabe variieren (Weißgrautöne + ca. 15%, Grüntöne + ca.30%). Die Verarbeitungskonsistenz ist pastös, dem gewünschten Auftrag und Werkzeug entsprechend. Nach 30 Minuten Ruhezeit erneut gut durcharbeiten. Der Spachtel ist nun verarbeitungsfertig. Besonders gute Verarbeitungseigenschaften werden durch längere Ruhezeiten erreicht, z.B. „über Nacht“ 12 Std. Beim abschließenden Durcharbeiten dann ggf. noch etwas Wasser zugeben.

Verarbeitung, Oberfläche

Oberflächen vor dem Auftrag der Spachtelmasse abfegen. Der Lehm-Spachtel wird auf der Oberfläche abgezogen. Die Auftragsdicke des ersten Spachtelgangs ist ≤ 0,5 mm, es werden also lediglich die Poren des Untergrundes gefüllt und geschlossen. Nach Trocknung erfolgt in der Regel ein Zwischenschliff mit 150er Schleifpapier. Nach Entstauben wird eine weitere Lage aufgezogen und geglättet. Das Aufziehen erfolgt in weiten großflächigen Schwüngen, sofern eine farblich homogene Oberfläche gewünscht ist. Für geäderte „Fleckspachtelungen“ oder anders gestaltete Oberflächen erfolgt der Auftrag in kurzen kleinflächigen Schwüngen. Sie sind mit kräftigen Farbtönen besser realisierbar als mit Classic-Farbtönen.
Das Glätten erfolgt mit leichtem Druck und "geschlossener Kelle" so stark wie es nötig ist, um eine glatte geschlossene Oberfläche zu erreichen. Je nach Anspruch an die Glätte der Oberfläche kann der beschriebene Auftrag noch ein- oder zweimal wiederholt werden. Nicht durch Schleifen weiterbehandelte Decklagen (siehe unten) können weiter verdichtet werden. Sofern Abrieb tolerierbar ist empfehlen wir Stahlkellen (CLAYTEC Japankellen 181/58 180-240 oder 181/61 210-300), andernfalls Kunststoffkellen (CLAYTEC Japankellen 181/04 210-240).

Verarbeitungsdauer
Angemischter Spachtel bleibt abgedeckt 24 Stunden verarbeitbar.

Erhärtung
Die Erhärtungszeit beträgt je nach Trocknungsmöglichkeit und Saugfähigkeit des Untergrundes ca. 24 Stunden.

Weiterbehandlung
Die Oberfläche kann nach abgeschlossener Erhärtung trocken per Hand oder auch maschinell geschliffen werden. Geeignet sind feines 220er bis 500er Schleifpapier. Eine Oberflächenbehandlung mit speziellen Grundierungen oder geeignetem Naturwachs ist möglich, wir geben dazu gerne gesondert Auskunft. Zu beachten ist die mehr oder weniger starke Farbton-Abdunklung durch Tiefen- und Glanzbehandlungen.

Farbhomogenität
Für zusammenhängende Flächen ausreichend Spachtel aus mehreren Gebinden anmischen, Arbeitsansätze sind zu vermeiden. Aufgrund der natürlichen Rohstoffe sind Farbtonabweichungen und mäßiges Changieren nicht auszuschließen.

Arbeitsproben und Prüfung

Untergrundeignung, Anhaftung und Oberflächenergebnis sind in jedem Fall anhand einer ausreichend großen Arbeitsprobe zu überprüfen. Der Farbton ist vor der Verarbeitung zu prüfen. Reklamationsansprüche, die nicht aus werkseitigen Mischfehlern resultieren, sind ausgeschlossen.